interview Archives - TonRabbit.com https://www.tonrabbit.com/tag/interview-2/ She was HOP before it was HIP! Mon, 17 May 2021 20:35:02 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.1 48804077 Interview | Joshi Mizu | Logo Hamburg https://www.tonrabbit.com/4110/interview-joshi-mizu-logo-hamburg/ https://www.tonrabbit.com/4110/interview-joshi-mizu-logo-hamburg/#respond Wed, 19 Nov 2014 13:21:22 +0000 https://www.tonrabbit.com/?p=4110 Nachdem ich mich dieses Jahr im Mai zum ersten Mal als Konzertphotograph und Blogger zugleich versuchen durfte (remember?), gab es am 31.10. eine weitere Premiere für mich. Diesmal stand mein erstes Interview an! Und als ob das nicht schon Grund genug zur Aufregung gewesen wäre, setzte mir Shawty gleich mal das Kaliber mit dem Namen „Joshi Mizu“ vor die Nase, während sie sich Sierra Kidd widmete. Wir haben uns die beiden nämlich bei ihrem Tourstop in „Hamburgs lautester Sauna“, dem Logo zur Brust genommen. Ganz nebenbei hat die gute Mädness auch noch ihre Kamera inklusive Photographie-Skills ausgepackt. Ihr bekommt hier also gleich zwei Interviews fürs Herz plus Bilder fürs Auge und könnt euch zurecht fragen, ob denn heut schon Weihnachten ist? Let’s go! :-)

Interview | Joshi Mizu | Logo Hamburg: HiStory

Den Anfang machen wir mit Joshi. Doch zuerst noch einige Facts, die ihr wissen solltet, bevor ihr euch über die Fragen hermacht! Dass RAF mein Lieblingsact ist, ist kein Geheimnis mehr. Fünf Alben in den letzten drei Jahren und auch der kommerzielle Erfolg (drei der Alben waren in den deutschen Top10, „Hoch 2“ ging von null auf eins) zeigen, dass der Mann weiß, was er macht. Aber auch Joshi Mizu lag genauso wenig auf der faulen Haut. Der Wiener Rapper, mit bürgerlichem Namen Joseph Valenzuela, gehört schon seit über zehn Jahren zum engsten Freundeskreis von RAF und war sein Support auf unzähligen Shows. In Deutschland wurde er erst 2012 bekannter, als seine im November erschienene Free-EP „Zu!Name“ mal eben die 16bars Server lahmlegte. Das Mixtape „Zu!Gabe“ von 2013, auf dem auch MoTrip, Chakuza und natürlich RAF vertreten waren und das Signing bei Indipendenza Anfang 2013 machten dann endgültig den Weg frei für einen eigenen Longplayer. Nach diversen Features auf RAFs Alben und dem Kollabo-Album ZODIAK, welches zusammen mit RAF und Chakuza entstand, ist nun endlich auch sein Soloalbum MDMA seit einigen Wochen erhältlich.

 

Interview | Joshi Mizu | Logo Hamburg: Q&A

Powl: Das ist mein erstes Interview und ich bin dem entsprechend aufgeregt – wie gehst du mit Lampenfieber um bzw. hast du überhaupt noch Lampenfieber?

Joshi: Ich hab’ gar kein Lampenfieber mehr. Ich hab’ mittlerweile schon gut über 500 Konzerte gespielt in meinem Leben. Es ist ein bisschen, wie Achterbahn fahren – am Anfang ist es cool, beim zweiten und dritten Mal auch noch, eigentlich ist es immer cool, aber die Schmetterlinge im Bauch verschwinden irgendwann.

 

Powl: Du hast letztens ein Bild auf FB gepostet, auf dem ein NES zu sehen war – welches ist dein Lieblings NES game?

Joshi: Ich hab’ Turtles gespielt und natürlich den Klassiker “Super Mario”. Früher hab’ ich immer Zelda gespielt, aber das hatte ich leider nicht da.

Joshi_NES
Gaming Joshi // Classic Nintendo

Powl: Du kommst aus Wien5Haus, hast dort auch noch eine Wohnung, lebst aber auch in Berlin – Würdest du eher Wien oder eher Berlin als dein “zu Hause” bezeichnen oder hast du eine ganz eigene Definition von einem “zu Hause”?

Joshi: Wien ist ganz klar mein zu Hause – Berlin ist meine Arbeitsstadt.

 

Powl: Welche Orte auf der Welt würdest du gern bereisen und welche Orte sollte man deiner Meinung nach auf jeden Fall gesehen haben?

Joshi: Ich war zwar schon fast überall, aber ich würde gern Südamerika bereisen, Havanna, Brasilien, vielleicht auch in den Dschungel oder so. In Asien war ich schon überall, Tokio sollte man auf jeden Fall gesehen haben, die Philippinen, weil es dort einfach wunderschön ist, New York, wenn man flüssig ist und einkaufen will und in Amsterdam bin ich gerne. [lacht verschmitzt]

 

Powl: Wie zufrieden bist du mit dem Erfolg von MDMA (Einstieg auf 37 in Deutschland) und was treibt dich an, Musik zu machen?

Joshi: Ich bin sehr zufrieden mit meinem Erfolg, es ist ja mein Debütalbum, davor gab es nur Mixtapes. In Österreich bin ich auch gechartet, auf Platz 26. Mein Antrieb und meine Motivation ist einfach, dass ich immer Musik machen werde, solange ein Stück Kreativität in mir steckt. Es ist einfach meine Leidenschaft und ich könnte mir nichts anderes vorstellen.

Joshi Mizu @ Spektrum 2014
Joshi Mizu // MDMA Cap @ Spektrum 2014 – © www.PowerPowl.com

Powl: Ihr habt für MDMA in Japan gedreht – hast du irgend eine Erfahrung von der japanischen Kultur für dein eigenes Leben mitgenommen? Wenn ja, welche?

Joshi: Ich war sehr verwundert, dass obwohl unfassbar viele Menschen in Tokio leben, alles irgendwie seine Ordnung hat. Auch wenn sehr viele Menschen auf einem Fleck leben, ist trotzdem alles ordentlich und sauber, die Menschen sind sehr freundlich. Die Menschen legen halt einfach viel Wert auf Ehre, deswegen ist dort die Kriminalität nicht annähernd so hoch, wie man es von einer so großen Stadt erwarten würde.

 

Powl: Ich kann den Beat von MDMA jederzeit in meinem Kopf wiedergeben lassen… baust du lieber an Beats schreibst du lieber Texte?

Joshi: Ich baue selber keine Beats mehr, aber von mir kommen noch viele Grundideen. Ich hab früher sehr viele Beats gemacht, aber ich hab ja die Steroids und KD Supier hinter mir, die sind einfach viel krasser mit den ganzen Programmen.

 

Powl: Ich bin selbst ein ziemlicher Sportfan und fahre voll auf Streetworkout ab – RAF geht ja öfter mal zum Muay Thai Training… bist du auch manchmal dabei oder wie hältst du dich selbst fit? Und wie bereitest du dich sonst noch auf die Strapazen einer Tour vor?

Joshi: Ne ich bin mehr so der Ballsportfan, ich hab früher Fußball gespielt. Wenn ich jetzt Sport mache, dann spiele ich Fußball, gehe laufen oder mache Crossfit, aber das wars dann auch. Auf eine Tour bereite ich mich nicht extra vor, denn die Tour ist für mich das gleiche wie Sport.

 

Joshi Mizu @ Splash! Festival 2014
Flying Joshi @ Splash! Festival 2014 – © www.PowerPowl.com

Powl: Ich habe mit meinen Homies aus der Hood ein ganz bestimmtes Zusammengehörigkeitsgefühl – auch wenn wir uns nur noch selten sehen – ich definiere das immer als “Familie”. Das gleiche Gefühl hatte ich, als ich euch damals zum ersten Mal getroffen habe – es war der Dresden-Stop der ZODIAK Tour. Ihr habt dort alle zusammen am Esstisch gechillt, euch unterhalten und einfach Spaß gehabt. Was bedeutet die Indipendenza-Crew für dich und wie definierst du “Familie”?

Joshi: Die Crew ist für mich auf jeden Fall Familie. Vor allem kenne ich Chakuza schon über 10 Jahre und RAF über 15 Jahre. Man ist ja auf einer Tour auch die ganze Zeit zusammen, macht zusammen Musik, teilt die gleichen Interessen. Man wächst einfach zu einer Familie zusammen und man guckt, dass es den anderen gut geht und hilft den Anderen, falls die Probleme haben. Das ist ja auch der Familiengedanke.

 

Powl: Ich bin ein großer Fan von “Schwarzer Dose/28Black” – wenn ich mal Alkohol trinke dann auch gern in Kombination mit Vodka. In Dresden habt ihr mal eben ne große Flasche Vodka auf der Bühne geleert… mit welchen Drinks wirst du heute das Konzert und den Abend verbringen?

Joshi: Vodka! Ich trinke Vodka aber immer pur. Am liebsten Belvedere oder Grey Goose, aber immer auf Eis. Ich exe auch sehr gerne Vodka auf der Bühne, aber das werdet ihr ja dann beim Konzert sehen.

 

Ich hoffe, dass euch mein erstes Interview genauso gefallen hat, wie mir. Shawty arbeitet bereits an dem Artikel für das Interview mit Sierra Kidd – schaut also ab und an mal vorbei!
Achja bevor ichs vergesse… falls ihr am Freitag noch nichts vor habt, könnt ihr Joshi und Sierra Kidd am 21.11. auf dem Innen Drinnen Festival in Berlin sehen. ;-)

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[Interview] Weekend – #splash16 https://www.tonrabbit.com/1542/interview-weekend-splash16/ https://www.tonrabbit.com/1542/interview-weekend-splash16/#respond Tue, 23 Jul 2013 09:52:02 +0000 https://www.tonrabbit.com/?p=1542 Sonntag Mittag sieht Frau in der Regel recht demoliert aus. Und nach dem splash!, sowieso.

Trotzdem war ich Sonntag Morgen relativ früh wach und wuselte um mein Zelt herum. Lag wahrscheinlich daran, dass die Jungs im Caravan hinter uns grundsätzlich im 5 Minuten Takt „WANDSBEK-MARKT“ brüllten, wenn ich um die Ecke kam. Oder einfach daran, dass Nilli und ich 2 schicke Interviews vor uns hatten, die wir für die JUKE führen sollten.

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Gegen 13 Uhr trudelten wir schon auf dem splash! Gelände ein, was zu dem Zeitpunkt eher einer Geisterstadt glich. Das Gelände ja, der Artist Bereich weniger, da liefen uns nämlich schon höchsmotivierte DOPE D.O.D. Mitglieder, MUSO und Weekend über den Weg und ein liebes Pollyhütchen, das mir aufgrund meiner Augenringe direkt einen Relentless um die Ecke brachte. <3

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Traumhafte Kulisse, Energy Drink in der Hand, Weekend neben mir, kann losgehen!

Stell Dich mal bitte kurz vor, für die Non-HipHop Heads:

Ich bin Weekend, bin Rapper seit ca. 8 Jahren und komme aus dem wunderschönen Gelsenkirchen.

Ruhrpott, Du bist groß geworden mit: „RAG, Too Strong, Creutzfeld & Jakob“?

Ja klar, vor allen Dingen mit Creutzfeld & Jakob, aber natürlich auch mit den anderen.

Aber auch die Ruhrpott-Rapper aus der 2. Generation, Großmaul, Snaga & Pillath, Ruhrpott Musik hatte einen großen Einfluss auf mich, auf jeden Fall.

Wer hat Dich damals deutschraptechnisch geflashed und beeindruckt ?

Insgesamt kann man sagen, dass Mr. Knight aka. das Großmaul eine prägende Rolle gespielt hat, ein Kumpel von früher, der inzwischen zu einem guten Freund geworden ist.

Wie entstand diese Freundschaft?

Als kleiner Fan habe ich seine Konzerte und Freestylebattles besucht und über gemeinsame Bekannte hat man sich dann auch persönlich kennengelernt.

Was war Dein erstes Hip Hop Album?

Mein erstes Hip Hop Album hab ich mir 2001 zugelegt, Creutzfeld Jakob: Gottes Werk und Creuzfelds Beitrag.

Du droppst am 30. August Dein erstes Album: „Am Wochenende Rapper“, was erwartet die Hörer darauf?

Die Leute erwartet auf jeden Fall kein Battleap mehr, ich finde es inzwischen anstrengend permanent gegen einen imaginären Gegner antreten zu müssen, irgendwie ergibt das keinen Sinn.

Der Humor aus den VBT-Sachen bleibt bestehen, nur ist es inzwischen auf mich gemünzt. Das Album wird sehr selbstkritisch / ironisch, die VBT-Fans werden damit schon etwas anfangen können.

Das Album wird ja über Chimperator gedropped, wie kam dort die Connection zustande?

Was irgendwie  kaum einer wusste, ich bin ja schon länger im Booking von Chimperator, von daher stand es schon länger fest, dass ich dort signen werde Das erste Mal drüber gesprochen haben wir vor knall einem halben Jahr,  aber an sich war das en fließender Übergang.

Letztes Jahr hast Du ja das VBT-Battle gewonnen, diesmal ging der Sieg an Kiel und Persteasy. Was hälst Du von ihm?

Ich mag Persy gerne, sowohl menschlich als auch Raptechnisch.

Wir gehen im Oktober / November mit ihm & Fist auf „Jeden Tag Wochenende- Tour“, ich denke, dass ist auch ’nen Zeichen dafür, dass ich ihn mag, oder? ;)

Letzte Frage, Du hast soziale Arbeit studiert, wie bist Du dazu gekommen und dienen Dir eine Eindrücke und Erfahrungen zur Inspiration für z.B. deepe Texte?

Nach der 12. Klasse am Gymnasium hatte ich kein Bock mehr und bin nicht meht sp oft hin, musste ich also entscheiden in welcher Richtung ich mein Fachabi machen möchte und was studiere.

Das lief dann so ab, dass es hieß, das nicht, das nicht, das nicht, ok studierst Du halt soziale Arbeit.

Ich bin auf jeden Fall nicht da rangegangen mit dem Gedanken, ich muss die Welt retten. Und beeinflussen tut mich das raptechnisch auch gar nicht, da ich krass versuche beides zu trennen. Ich mache ja auch weniger die sozialkritische Musik. Mich flasht das nicht so und das Thema wurde auch schon ziemlich breit getreten, ich überlasse das den Menschen, die besser über das Thema schreiben können.

Ich finde es ganz ok, dass ich so meine 2 Welten habe, denn wenn ich in der einen Welt bin, habe ich Ruhe vor der Anderen.

Aight, wir sehen uns dann beim nächsten St. Pauli Vs. Schalke 04 Spiel im Stadion?

Auf jeden Fall!

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Oder ich warte einfach auf das Juice-Cover….

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